Das Problem: Manuelle Prozesse fressen Zeit und Geld
Kennen Sie das? Excel-Listen, die per E-Mail hin und her geschickt werden. Genehmigungs-Workflows, die Tage dauern. Daten, die manuell von einem System ins andere kopiert werden.
Die meisten Schweizer KMU verlieren täglich Stunden mit repetitiven Aufgaben, die längst automatisiert werden könnten. Das Problem: Individuelle Software-Entwicklung ist teuer und dauert Monate.
Genau hier setzt die Microsoft Power Platform an.
Was ist die Microsoft Power Platform?
Die Power Platform ist Microsofts Low-Code-Entwicklungsplattform – eine Sammlung von Tools, mit denen Sie Business-Anwendungen erstellen können, ohne programmieren zu müssen.
Low-Code bedeutet:
- Visuelle Entwicklung per Drag & Drop
- Vorgefertigte Bausteine und Konnektoren
- Keine oder minimale Programmierkenntnisse nötig
- Schnelle Ergebnisse in Stunden statt Monaten
Die 4 Komponenten der Power Platform
Die Power Platform besteht aus vier Hauptprodukten, die nahtlos zusammenarbeiten:
Power Apps
Erstellen Sie massgeschneiderte Business-Apps für Web und Mobile – ohne Code. Perfekt für Formulare, Inventar-Systeme oder Kunden-Portale.
Power Automate
Automatisieren Sie wiederkehrende Aufgaben und Workflows. Von E-Mail-Benachrichtigungen bis zu komplexen Genehmigungsprozessen.
Power BI
Verwandeln Sie Ihre Daten in interaktive Dashboards und Berichte. Visualisieren Sie Umsätze, KPIs und Trends in Echtzeit.
Power Pages
Erstellen Sie sichere, externe Websites für Kunden, Partner oder Bewerber – mit Datenbankanbindung und Formularen.
Konkrete Anwendungsbeispiele für KMU
Wie setzen Schweizer Unternehmen die Power Platform konkret ein? Hier einige typische Szenarien:
1. Digitale Formulare und Genehmigungen
Vorher: Urlaubsanträge werden per E-Mail eingereicht, manuell weitergeleitet und in Excel erfasst.
Nachher: Eine Power App ermöglicht Mitarbeitern die Eingabe, der Vorgesetzte erhält automatisch eine Benachrichtigung, und nach Genehmigung wird der Eintrag automatisch in SharePoint erfasst.
2. Kunden-Onboarding automatisieren
Vorher: Neue Kunden werden manuell in CRM, Buchhaltung und Projektmanagement-Tool erfasst.
Nachher: Ein Power Automate Flow erstellt bei Vertragsabschluss automatisch alle Einträge und sendet die Willkommens-E-Mail.
3. Service-Techniker im Aussendienst
Vorher: Techniker füllen Papier-Formulare aus, die später im Büro abgetippt werden.
Nachher: Eine mobile Power App ermöglicht die Erfassung vor Ort – inklusive Fotos und Unterschrift. Daten sind sofort im System.
4. Echtzeit-Dashboards für die Geschäftsleitung
Vorher: Monatliche Reports werden manuell aus verschiedenen Quellen zusammengestellt.
Nachher: Power BI zeigt Umsatz, Projekte und KPIs live – jederzeit abrufbar auf Laptop oder Smartphone.
Vorteile gegenüber klassischer Entwicklung
Power Platform
- Wochen statt Monate Entwicklungszeit
- Änderungen in Minuten möglich
- Fachabteilungen können selbst anpassen
- Integration in Microsoft 365 inkludiert
- Monatliche Lizenzkosten, keine Vorabinvestition
- Updates und Wartung durch Microsoft
Klassische Entwicklung
- Monate bis Jahre Entwicklungszeit
- Änderungen erfordern Entwickler
- IT-Abteilung als Bottleneck
- Integrationen müssen gebaut werden
- Hohe Vorabinvestition
- Wartung und Hosting selbst organisieren
Was kostet die Power Platform?
Microsoft bietet verschiedene Lizenzmodelle an. Hier ein Überblick der wichtigsten Optionen:
| Produkt | Lizenztyp | ca. Preis/Monat |
|---|---|---|
| Power Apps | Premium (pro Nutzer) | CHF 20–40 |
| Power Automate | Premium (pro Nutzer) | CHF 15–40 |
| Power BI Pro | Pro (pro Nutzer) | CHF 10–15 |
| Microsoft 365 | Business Premium | inkl. Basis-Features |
Gut zu wissen: Viele Basis-Funktionen sind bereits in Microsoft 365 Business Premium enthalten. Für erweiterte Features und mehr Konnektoren benötigen Sie Premium-Lizenzen.
Wann lohnt sich die Power Platform?
Die Power Platform ist ideal, wenn:
- Sie bereits Microsoft 365 nutzen
- Sie wiederkehrende, manuelle Prozesse haben
- Sie schnell Ergebnisse brauchen (nicht erst in 6 Monaten)
- Ihre IT-Abteilung keine Kapazität für Individualsoftware hat
- Sie Fachabteilungen befähigen wollen, selbst Lösungen zu bauen
Grenzen der Power Platform
Low-Code ist nicht für alles geeignet. Komplexe Berechnungen, hochspezialisierte Branchenlösungen oder Performance-kritische Anwendungen erfordern nach wie vor klassische Entwicklung.
Erste Schritte: So starten Sie
- Prozess identifizieren: Welcher manuelle Prozess kostet Sie am meisten Zeit?
- Klein anfangen: Starten Sie mit einem einfachen Workflow oder Formular.
- Testversion nutzen: Microsoft bietet kostenlose Testversionen aller Power Platform-Produkte.
- Schulung: Microsoft Learn bietet kostenlose Kurse für Einsteiger.
- Experten hinzuziehen: Für komplexere Projekte lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Partner.
Fazit: Low-Code als Wettbewerbsvorteil
Die Microsoft Power Platform demokratisiert die Software-Entwicklung. KMU können heute Lösungen bauen, für die sie früher externe Entwickler gebraucht hätten.
Die Kombination aus schneller Entwicklung, tiefer Microsoft-Integration und überschaubaren Kosten macht die Power Platform besonders für Schweizer KMU attraktiv.
Der Schlüssel zum Erfolg: Mit einem konkreten Anwendungsfall starten und von dort aus skalieren.
Nicht sicher, ob Low-Code der richtige Ansatz ist? Low-Code vs. Vibe Coding hilft bei der Entscheidung.
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