Projekte 6 Min. Lesezeit

3. Platz am Hackathon Davos 2026 – Solo, Remote, KI-powered

Letzte Woche habe ich am Hackathon @Davos teilgenommen – der AI & Robotics Edition im Herzen der Schweizer Alpen. Mein Ergebnis: Ein KI-gestütztes Dashboard für Enterprise-Datenmigration, gebaut in 24 Stunden, als Einzelkämpfer, von zu Hause aus. Das hat für den 3. Platz gereicht.

JIVS Migration Visual Companion Dashboard
Das fertige Dashboard: KI-Empfehlungen, interaktive Charts und ein Dark Theme im Enterprise-Look.

Die Herausforderung

Der Hackathon @Davos ist Teil der Digital Lounge während des World Economic Forums. 24 Stunden Zeit, um innovative Lösungen für reale Probleme zu entwickeln – normalerweise in Teams von 2-3 Personen.

Meine Challenge kam von JIVS, einem Anbieter von Enterprise-Migrationssoftware. Das Problem: Ihre mächtige Migrations-Engine produziert komplexe, matrixartige Daten in Excel-Format. Für erfahrene Consultants kein Problem – aber für neue Mitarbeiter oder Stakeholder, die schnell den Status verstehen wollen, eine echte Hürde.

Die Aufgabe: Baue eine visuelle Begleit-Anwendung, die Migrations-Daten verständlich und interaktiv darstellt – ohne die Mächtigkeit der bestehenden Lösung zu ersetzen.

Mein Ansatz: KI als UX-Beschleuniger

Statt nur hübsche Charts zu bauen, wollte ich einen Schritt weiter gehen. Meine Vision: Ein Dashboard, das nicht nur Daten zeigt, sondern sie erklärt.

Die Kernidee: KI-gestützte Empfehlungen, die automatisch auf Probleme hinweisen. Nicht der Benutzer muss die Daten durchforsten – das System sagt ihm, wo es brennt.

Die wichtigsten Features

🤖

KI-Empfehlungen

GPT-4o analysiert die Migrationsdaten und gibt proaktive Hinweise wie "Hohe Fehlerrate erkannt" oder "747 Einträge warten auf Verarbeitung".

📊

Natural Language Visualisierung

Benutzer können Charts per Texteingabe erstellen: "Zeig mir fehlerhafte Records nach Objekttyp als Pie Chart."

📈

Trend-Analyse & Prognosen

Historische Datenqualität visualisieren und KI-basierte Vorhersagen für zukünftige Entwicklungen generieren.

📤

Multi-Format Export

Daten und Dashboards als PDF, CSV oder JSON exportieren – für Reports und Stakeholder-Kommunikation.

Der Tech Stack

24 Stunden sind nicht viel Zeit. Ich habe auf bewährte Tools gesetzt, die ich gut kenne:

Komponente Technologie
Frontend React 18 + Vite
Styling Tailwind CSS + Framer Motion
Charts Recharts
Backend Node.js + Express
Datenbank SQLite
KI-Integration OpenAI GPT-4o
Auth JWT

Das Ergebnis: Eine vollständige Full-Stack-Anwendung mit ~8'000 Datensätzen, User-Management, persistenten Dashboards und KI-Features.

Was die Jury überzeugt hat

Bei der Bewertung wurde besonders die Code-Qualität hervorgehoben. In Hackathons sieht man oft Quick-and-Dirty-Lösungen – verständlich bei dem Zeitdruck. Ich habe bewusst auf saubere Architektur geachtet:

  • Klare Trennung: Frontend, Backend, Services, Routes – alles an seinem Platz
  • Dokumentation: README mit Setup-Anleitung, API-Endpoints, Architektur-Diagramm
  • Production-ready: Docker-Compose, Environment-Variables, CI/CD-Pipeline
  • UX-Details: Tooltips, Loading-States, Error-Handling, Dark/Light Mode

Feedback der Jury

"Beeindruckende Code-Reife für ein 24-Stunden-Projekt. Die KI-Integration fühlt sich nicht wie ein Gimmick an, sondern bringt echten Mehrwert für weniger erfahrene Benutzer."

Learnings: Solo-Hackathon als Remote-Teilnehmer

Es war mein erstes Mal als Einzelkämpfer bei einem Hackathon, der eigentlich für Teams konzipiert ist. Ein paar Erkenntnisse:

✅ Was gut funktioniert hat

  • Keine Abstimmung nötig – ich konnte mein Tempo selbst bestimmen
  • Kein Context-Switching zwischen verschiedenen Arbeitsstilen
  • Volle Kontrolle über Architektur-Entscheidungen
  • Remote = keine Reisezeit, eigenes Setup, eigener Kaffee

❌ Was gefehlt hat

  • Kein Sparring-Partner für Ideen
  • Müdigkeit trifft härter ohne Team-Energie
  • Weniger Scope möglich als mit 2-3 Leuten
  • Die Davos-Atmosphäre und das Networking

Fazit

Der Hackathon hat mir wieder gezeigt: Unter Zeitdruck entstehen oft die interessantesten Lösungen. Manchmal braucht es genau diese Einschränkungen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Falls du ähnliche Herausforderungen hast – komplexe Daten verständlich machen, Dashboards für Enterprise-Anwendungen bauen, KI sinnvoll integrieren – melde dich gerne.

Komplexe Daten verständlich machen?

Ich baue Dashboards und Visualisierungen, die auch Nicht-Techniker verstehen. Mit oder ohne KI.

Projekt besprechen